Alles andere als hölzern

Die Holzwerke Ladenburger bescherten dem Marketing Club eine Führung voller Leidenschaft und Sachverstand.

„Wir sind zufrieden, wenn Sie es sind“ – auf diesem Gedanken beruht das Marketing der Holzwerke Ladenburger in Bopfingen. Und das ist nicht als Werbespruch gemeint, sondern als die Geschäftsbeziehungen tragende Philosophie, die vor allem darin besteht, genau auf Kundenwünsche einzugehen. Dies erläuterte Joachim Hoffmann, bei den Holzwerken neben Vertrieb und Brandschutz auch für Marketing zuständig, den Besuchern des Marketing Clubs Ostwürttemberg in dem Bopfinger Traditionsbetrieb.

Dessen Anfänge gehen auf das Jahr 1938 zurück, als Viktor Ladenburger senior sein Sägewerk errichtete. In dem Sohn Viktor Ladenburger, der Inhaber der Holzwerke Ladenburger, zunächst einmal keine Wirkungsstätte fand – im Gegenteil: Weil es dort keine Arbeit für ihn gab, musste er sich anderweitig umsehen. Und er erlernte den Beruf des Zimmermanns, von der Pike auf. Er weiß also aus eigener Erfahrung bestens, worauf es im Handwerk des Zimmermanns ankommt und welche Anforderungen dort zu erfüllen sind. Das alles, so Hoffmann, ist nicht nur wertvoll für die Holzverarbeitung, sondern auch für Akquise und Kundenbindung.

Was Viktor Ladenburger aus seiner Ausbildung und dem Sägewerk seines Vaters alles gemacht hat, davon konnten sich die Besucher in der ausführlichen und eindrucksvollen Führung von Betriebsleiter Berthold Hochstatter ein Bild machen. Das begann mit „Goldeneye“, dem Scanner, der das Holz auf Herz und Nieren – in diesem Fall also auf Harz und Äste, Stabilität und Struktur – prüft, so genau, wie dies dem menschlichen Auge nicht möglich ist. Sodann geht der Weg des Holzes vom Sägen, Fräsen, Leimen, Hobeln bis hin zu der versandfertigen Verpackung. Vollautomatisch versteht sich – die Computer steuern die sich über die ganze große Halle ziehenden Maschinenstraße.

Was dort im Einzelnen alles gemacht wird, das konnten die Besucher auf den Bildschirmen des Betriebsleiterbüros detailliert nachvollziehen. Vertieft wurde dies noch durch die fundierten Erläuterungen Hochstatters zu den die einzelnen Schritten und den dahinterstehenden technischen Vorgängen. Eine Ausnahme gibt es freilich bei all den computergesteuerten Arbeitsschritten: In Sachen Kosmetik, also dem Ausbessern von kleineren und größeren optischen Mängeln, da liegt der Mensch vorne, besser gesagt: die Frauen. „Das können Frauen einfach besser als Männer“, so Hochstatter.

Und das war nur eine der vielen Hallen, für deren Beschreibung die mittlerweile bereits die Buchstaben A bis S aufgebraucht wurden – und Pläne für weitere Hallen liegen schon bereit. Und dazuhin wird Nachhaltigkeit groß geschrieben bei Ladenburger: „Schließlich arbeiten wir mit dem nachhaltigsten Rohstoff überhaupt“, so Joachim Hoffmann. PV-Anlagen, eigenes Kraftwerk, E-Fahrzeuge bis zum E-Stapler und auch zum E-Lastzug, das ist für Ladenburger selbstverständlich. Und: „Abfall gibt es bei uns nicht“, so Berthold Hochstatter. Schließlich werden Späne und Hackschnitzel in der eigenen Anlage zu Pellets verarbeitet. Auch diesen Geschäftszweig konnten die Gäste des Marketing-Clubs besichtigen. Sie lernten auch das Alleinstellungsmerkmal der Firma kennen, das „Ladenburger Schichtholz“, bei dem im Gegensatz zum Brettschichtholz an der schmalen Seite geleimt wird. Idee und Umsetzung stammen aus dem Haus Ladenburger selbst, so Hochstatter, der auch vom langwierigen Prozess der Entwicklung wie auch demjenigen zur Genehmigung berichtete.

Vor allem erlebten sie zwei Mitarbeiter, die voll und ganz in ihrem Beruf aufgehen und diesen mit Leidenschaft und voller Überzeugung und so alles andere als hölzern ausüben – ein Faktor, der ganz sicher auch das Marketing wesentlich erleichtert.

Joachim Hoffmann bei seinem Marketing Vortrag
Teilnehmer bei der Besichtigung der Ladenburger Holzwerke stehen auf einer Holzbrücke in der Produktionshalle
Teilnehmer der Besichtigung der Ladenburger Holzwerke in der Produktionshalle
Teilnehmer bei der Besichtigung der Ladenburger Holzwerke bekommen Pallets gezeigt
Teilnehmer bei der Besichtigung der Ladenburger Holzwerke bekommen die Bildschirmüberwachung gezeigt

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