Neue Denkmuster für eine neue Welt
Rund um KI ging es bei der Veranstaltung des Marketing Clubs Ostwürttemberg in den Räumen des DigiZ in Aalen. Michael Schürle, der Projektkoordinator des DigiZ und Projektleiter MINT bei der IHK Ostwürttemberg, referierte unter dem Titel „Schöne neue Welt – und jetzt?“ über die „krasse Entwicklung“ und die „verblüffenden Lernkurven“, die die Künstliche Intelligenz in den letzten Monaten genommen habe. Gerade im Marketing habe sich dadurch vieles zum Positiven verändert: Noch nie sei Marketing so schnell, so nah am Kunden, so kreativ skalierbar, so zugänglich für jedermann gewesen. Auf Knopfdruck können ganze Anzeigenkampagnen in einer Vielzahl generiert und Anpassungen ebenso schnell vorgenommen werden. Zielgruppengerechte Texte entstehen ebenfalls per Knopfdruck, und auch da sei die Feinabstimmung ein Leichtes und Schnelles.
Freilich räumte er in dem lebendig geführten Vortrag mit Gesprächscharakter ein, dass beileibe noch nicht alles Gold sei, was KI als glänzend vorschlage. Da sei noch einige Luft nach oben. Aber die Entwicklung sei nicht aufzuhalten. Sein Rat an Unternehmen war daher, die Mitarbeiter bereits jetzt dafür zu qualifizieren und Zeit und Geld in die entsprechende Weiterbildung zu stecken. „Die KI wird nicht mehr verschwinden“, ist Schürles Überzeugung. Daher lohne sich, sukzessive Strukturen und Konzepte aufzubauen, die die neuen Möglichkeiten berücksichtigen. Schürle erläuterte auch die Einsatzmöglichkeiten in Podcast wie auch als adäquate Alternative zum Empfang an Pforte und Telefon, die sehr viel persönlicher und zielgerichteter gestaltet werden kann, als dies bisherige Möglichkeiten bieten. Davon konnten sich die Teilnehmer bei verschiedenen Programmen überzeugen.
Und eine verblüffende Aufgabe für die Teilnehmer hielt Schürle dabei auch bereit: An einer Zahlenreihe sollte das System erkannt und die logischerweise folgende Zahl genannt werden. Und dabei lagen die Teilnehmer gründlich falsch. Ein echtes Aha-Erlebnis – „alte Denkmuster lösen die Probleme in der schönen neuen Welt nicht“, so Schürle, „wir brauchen neue Denkmuster“. Und darauf könne man sich jetzt schon vorbereiten. Wie, das konnten die Teilnehmer noch im geselligen Rahmen bei Imbiss und Getränken mit dem Referenten unterhalten.