Vortrag MCOW bei Geo Data

GEO DATA macht Kommunen, Städte und Landkreise fit für die digitalisierte Zukunft

September 2019. Zwischen Feldern und Kühen erlebte der Marketing Club Ostwürttemberg bei seinem Unternehmensbesuch der GEO DATA GmbH im September sein digitales Wunder. Unternehmenschef Rudi Feil stellte am Firmensitz in Westhausen seine Mission einer breitbandbasierten Kommunikation vor. Die Ausbreitung von Glasfasernetzen ist das Netz der Zukunft, da ist sich Feil sicher. Vor allem in der öffentlichen Verwaltung und im Bankensektor kann davon enorm profitiert werden. Es entstehen sogenannte Smart Cities, die viele Bereiche dank konvergenter Netze wirtschaftlich managen können.

 

Wie das ganz genau aussehen wird, werden Besucher und Kunden der GEO DATA GmbH schon bald am Unternehmensstammsitz erleben können. Ein Neubau, der 60 Mitarbeitern Platz bietet, ist im Entstehen und soll bis Anfang kommenden Jahres fertiggestellt sein. Das Gebäude wird Büros, Seminarräume, ein Kino zur Vorführung neuer Technologien mit bewegten Bildern sowie ein Eventzentrum beherbergen. In diesem soll – wie in einer Smart City – intelligente Beleuchtung integriert sein. Diese kann über WLAN verfügen, bestimmte Bereiche überwachen oder dank LED-Technologie besonders sparsam und effizient Räume erhellen. Es wird Beispiele für das Internet of Things (IoT) geben und die Parkplätze werden mit digitalen Sensoren ausgestattet sein.

„Wir haben bei GEO DATA intern schon fast alle Prozesse digitalisiert“, erklärte Rudi Feil. Fehlen zum Beispiel nötige Funktionen bei der von der Personalabteilung verwendeten Software, so machen sich die Mitarbeiter gemeinsam daran, den Bedarf zu definieren. Und dann wird umgesetzt. Die Software entwickelt GEO DATA selbst.

Sowieso, so erfuhren die rund 30 anwesenden Mitglieder des Marketing Clubs von Personalchefin Christa Wöllner, steht das gemeinsame Erarbeiten von Lösungen bei GEO DATA hoch im Kurs. Wöllner beschrieb den Gästen, was das Unternehmen seinen Mitarbeitern an Leistungen bietet: flexible Arbeitsverträge und -zeiten, eine firmeneigene Akademie, Mentorships, Gesundheitsprogramme und einen ganz speziellen Raum, in den sie die Gäste auch gleich einlud. Massagesessel und -liegen, ein Tischkicker und Aroma-Duft-Lampen dienen der Entspannung. „Der Raum wird aber auch gerne für Besprechungen genutzt, sofern er frei ist“, so Wöllner.

Das Engagement des Unternehmens, das seit seiner Gründung im Jahr 1990 in den Bereichen Softwareentwicklung, Glasfaserberatung, Netzplanung und Netzausbau tätig ist, wurde mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht. Darunter „Top Arbeitgeber“ der Jahre 2017 und 2019 oder „Deutschlands aktivste Unternehmen“ im Jahr 2017.

Geschäftsführer Rudi Feil stellte seinen Gästen auch das kürzlich gegründete Zentrum für digitale Entwicklung (ZDE) vor. „Die Partner in diesem Netzwerk haben verschiedene Schwerpunkte und bringen gemeinsam smarte Städte, Kommunen und Landkreise voran“, beschrieb Feil das Aufgabenfeld des Zentrums. Das ZDE soll unter anderem Strategien für die Weiterentwicklung der Smart Cities erarbeiten.

Nach der Vorstellung des Unternehmens, die von einem Rundgang durch das nach Feng Shui erbaute Gebäude ergänzt wurde, konnten sich die Mitglieder des Marketing Clubs bei einem gemeinsamen Abendessen in der Cafeteria von GEO DATA über ihre eigenen Vorstellungen zu den Städten der Zukunft austauschen.

Die Welt der Kelten- Teilnehmer an Tischen

Keltenberg als Marketingmagnet

Sommerevent des Marketing Clubs Ostwürttemberg auf dem Ipf

Sie waren als Krieger, Kunsthandwerker und Kaufleute vor etwa 2.500 Jahren auf dem Ipf sowie ringsherum angesiedelt – die Kelten. Noch heute faszinieren sie durch ihre Hochkultur. Mittlerweile gibt es am Fuße des Hausberges der Bopfinger sogar ein Keltenhaus, das nach historischem Vorbild errichtet ist. Dieses diente den Mitgliedern des Marketing Clubs Ostwürttemberg als passender Startpunkt für ihr Sommerevent, bei dem sie mit Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf den Spuren der Kelten wanderten. Dabei erfuhren sie auch gleich noch, wie sich die Stadt zukunftsfähig vermarktet.

Schon zu Keltenzeiten befand sich dort, wo heute die Bundesstraße 29 an Bopfingen am Ipf vorbeiführt, eine begehrte Handelsroute. Wein, Öl und Stoffe waren beliebte Waren und kamen etwa aus Italien, Griechenland oder Schottland. Die Kelten verhütteten Eisenerz, das sie unter anderem im nahegelegenen Wasseralfingen abbauten. Dieses machte sich über die Handelsroute auf in die verschiedenen Länder. Mindestens 1.000 Kelten sollen ungefähr vom achten bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus rings um den Ipf und auf ihm gelebt haben. Funde aus Ausgrabungen deuten darauf hin, dass sich hier ein frühkeltisches Fürstengeschlecht angesiedelt hatte. „Es wurden Reste einer Mauer gefunden, die den kompletten Ipf umgab. Daher ist anzunehmen, dass der Berg als Rückzugsort bei feindlichen Angriffen diente“, erklärte Dr. Gunter Bühler, das keltenbegeisterte Stadtoberhaupt von Bopfingen, den Mitgliedern des Marketing Clubs Ostwürttemberg. Diese zog es für ihr Sommerevent an und auf den Ipf.

Standortvorteil B29

Dass sich der Ipf mit seiner Keltengeschichte als eines der markantesten Markenzeichen von Bopfingen etabliert hat, ist für Bürgermeister Dr. Bühler ein hohes Gut. Um sich als Stadt zukunftsfähig aufzustellen, Unternehmen und Bürger zu halten beziehungsweise anzuziehen, brauche es eine attraktive Umgebung – und das passende Marketing. „Wir organisieren zahlreiche Veranstaltungen, die Bopfingen und den Ipf immer wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. So sollen möglichst viele Menschen sehen, dass es sich lohnt, hier zu leben und zu arbeiten“, gab Dr. Bühler Einblick in die Marketing-Strategie der Stadt. Hierzu gehören die alljährliche Ipf-Messe, auf der sich Gewerbetreibende präsentieren und die gleichzeitig Jahrmarkt ist. Bis zu 400.000 Menschen zieht sie an. Ebenso renommiert ist ein Symposium, auf dem sich Experten und weitere Interessierte zu neuesten Erkenntnissen über Kelten austauschen. Auch die Anbindung Bopfingens an die B29 sei ein wichtiger Standortvorteil.

Dass bereits die Kelten diese Region rings um den Ipf liebten, steht für Dr. Bühler außer Frage. Angekommen auf dem Plateau des Ipfs genoss er mit den Marketing-Club-Mitgliedern die Aussicht auf Bopfingen und das westliche Ries.

Begabte Kunsthandwerker und Händler

Darsteller des Fördervereins Keltischer Fürstensitz Ipf zeigten in Keltengewändern, wie die Kelten am 668 Meter hohen Ipf gelebt haben müssen. Dazu präsentierten sie Werkzeuge aus der damaligen Zeit, etwa Messer und Beile aus Eisen oder Stein. Auch das neu errichtete Keltenhaus am Fuße des Ipfs wurde besichtigt. Vermutlich wohnten die Menschen in solchen Häusern auf zwei Etagen: unten war Platz für die Tiere, oben zum Schlafen und Lagern der Vorräte, wie Getreide und geräuchertes Fleisch. „Die Kelten gelten als kampfeslustig und tapfer. Doch sie waren auch begabte Kunsthandwerker und Händler, das ist mir heute klargeworden“, betonte Klaus Peter Betz, Mitglied des Marketing-Club-Vorstands. Organisiert hatte das Sommerevent Marlis Obrock aus dem Beirat des Marketing Clubs, die in Bopfingen wohnt.

 

Die Welt der Kelten- Keltengruppe
Telenot Vortrag

Multichannel-Marketing als Schlüssel zum Erfolg

Marketing Club Ostwürttemberg zu Gast beim Alarmanlagenhersteller Telenot

Bis vor wenigen Jahren kannten nur ausgewiesene Spezialisten für elektronische Sicherheitstechnik und Alarmanlagen den Namen Telenot. Bei ihrem Besuch in der Unternehmenszentrale in Aalen informierten sich rund 40 Mitglieder des Marketing Clubs Ostwürttemberg darüber, wie es dem Unternehmen in den letzten Jahren gelungen ist, seinen Bekanntheitsgrad deutlich zu steigern und in diesem Zuge auch Umsatzzuwächse zu erzielen.

Seit vielen Jahren gehört Telenot zu den führenden Herstellern von elektronischer Sicherheitstechnik und Alarmanlagen in Deutschland. Das Problem dabei: Bis vor etwa fünf Jahren kannten nur ausgewiesene Spezialisten die Produkte des Aalener Unternehmens. „Unser Bekanntheitsgrad lag bei vielleicht 0,2 Prozent – wenn es hoch kommt“, beschreibt Thomas Taferner, Marketing- und Vertriebsleiter von Telenot, die damalige Situation. Heute sind die hochwertigen Sicherheitslösungen bei vielen weiteren Gruppen ein Begriff – von Elektrotechnikern über Architekten, Planer, Sachversicherer bis hin zu Eigenheimbesitzern und Gewerbetreibenden. Dies ist die direkte Folge einer bis in kleinste Detail durchdachten Unternehmens- und Kommunikationsstrategie, bei der Marketing und Vertrieb aufs engste miteinander verzahnt sind.

Rund 40 Mitglieder des Marketing Clubs Ostwürttemberg nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort über das Marketing- und Vertriebskonzept von Telenot zu informieren. Im Auditorium des hauseigenen Schulungszentrums gab Thomas Taferner den Gästen einen Einblick in das Erfolgsgeheimnis des Unternehmens.

Baukrise – Initialzündung für neue Vertriebsstrategie

Initialzündung für die Neuausrichtung – sowohl des Marketings als auch des Vertriebs – war die Krise der Bauwirtschaft in den frühen 2000er-Jahren. Mit ihr gab es erstmalig eine Delle in der Erfolgskurve von Telenot. „In dieser Zeit mussten wir alles in Frage stellen, umdenken und uns neu ausrichten“, sagt Taferner. Der erste Schritt: die Identifizierung neuer Zielgruppen. Bis dahin hatte das Marketing von Telenot in erster Linie Errichter im Fokus. Das ist ein bestimmter Kreis von Elektrotechnikern, die Gefahrenmeldeanlagen zuverlässig installieren und warten sowie nach DIN 14675 zertifizieren. Diese vergleichsweise kleine Gruppe bildet immer noch den wichtigsten Markt für Telenot. Doch hat das Unternehmen sukzessive mit Architekten, Planern, Kripobeamten, Sachversicherern, Einzelhandelsverbänden, Industrie- und Handelsverbänden oder Eigenheimbesitzern neue Zielgruppen definiert. Sie alle vereint das Interesse an elektronischer Sicherheitstechnik, wenn auch aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Dementsprechend bereitet das Team von Telenot die Inhalte der einzelnen Marketing-Maßnahmen zielgruppengerecht auf. So entstand im Jahr 2015 erstmals eine vollumfängliche, nationale Marketing-, Kommunikations- und Vertriebsstrategie. Als „Multichannel-Marketing“, beschreibt Taferner diese Strategie. „Basis dafür sind transparente und gut aufbereitete Kundendaten.“

Telenot verfügt über einzigartiges Errichter-Netzwerk

Die rund 450 mit Telenot kooperierenden Errichterbetriebe, die unter der Dachmarke „Autorisierter Telenot-Stützpunkt“ vereint wurden, stehen gemeinsam mit der Marke Telenot für einmalige Qualitätsversprechen im Bereich der elektronischer Sicherheitstechnik und bilden als Ansprechpartner eine wichtige und zugleich einzigartige Schnittstelle vor Ort zu den neuen Zielgruppen. Telenot unterstützt sie dabei mit unterschiedlichsten Marketingbausteinen und bindet sie eng in die Strategie des Unternehmens ein. So ist nach und nach ein Netzwerk in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Italien entstanden, das sich direkt im kontinuierlich steigenden Unternehmenserfolg widerspiegelt: In den vergangenen Jahren ist die Mitarbeiterzahl auf über 480 gestiegen, zahlreiche neue Gebäude sind entstanden, in denen jedes Jahr beispielweise allein mehr als 100.000 Bewegungsmelder gefertigt werden.

Taferner betont, dass die Marketingmaßnahmen höchst dynamisch bleiben sollten. Die ständige Überprüfung des Erfolgs jeder Aktion sei unerlässlich. Wichtig sei jedoch, bei jeder Zielgruppe kontinuierlich präsent zu bleiben. „Jeder Sportler weiß, dass nur zyklisches und sportartspezifisches Training zu einem nachhaltigen Erfolg führt. Das gleiche gilt für das Marketing und den Vertrieb: Die zyklische Kommunikation und zielgruppenspezifische Kundenansprache ist der wichtigste Erfolgsbaustein für den Vertriebserfolg.“

Telenot Teilnehmer
Mapal Vortrag auf Gang

Marketing auf Digital Natives zuschneiden

Mapal gibt Marketing Club Ostwürttemberg Einblick in Onlinestrategie

Industrieunternehmen müssen die voranschreitende Digitalisierung ernst nehmen, davon ist Andreas Enzenbach, Marketingleiter bei Mapal, überzeugt. Wie genau die digitale Entwicklung des Werkzeugherstellers aussieht, verdeutlichte er den Mitgliedern des Marketing Clubs Ostwürttemberg. Diese schauten sich am Mapal-Hauptsitz in Aalen genau um und erfuhren unter anderem, was es mit globalem Online-Marketing auf sich hat.

Durch die vermehrte Entwicklung von Social-Media-Marketing, Industrie 4.0 und Internet of Things sehen sich die Mitglieder des Marketing Clubs Ostwürttemberg zunehmend mit der Digitalisierung konfrontiert. Das stellte Dr. Ursula Bilger, Geschäftsführerin des Marketing Clubs, fest: „Wir treiben Innovationen voran. Unsere eigenen Digitalisierungsprozesse wollen wir deshalb zielgerichtet und ergebnisorientiert forcieren.“ An diesen Ansatz knüpft auch Mapal an. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Aalen gehört zu den führenden Anbietern von Präzisionswerkzeugen für die Zerspanung nahezu aller Werkstoffe. Allein im Jahr 2017 erwirtschafteten die rund 5.250 Mitarbeiter in 44 Ländern einen Umsatz von 600 Millionen Euro. Die Kunden kommen hauptsächlich aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie aus dem Maschinen- und Anlagenbau.

Onlineaktivitäten genau analysiert und geplant

2016 startete Mapal mit der Entwicklung einer kompletten Onlinestrategie unter dem Dach der Gesamtstrategie des Unternehmens. „Wir haben mit einer ausführlichen Analyse begonnen“, erklärte Andreas Enzenbach den Marketing-Club-Mitgliedern, die bei Mapal zu Gast waren. Die Analyse umfasste nicht nur die Untersuchung der Wettbewerber, sondern auch die der internen Prozesse. Hierbei wurden weltweit die Kunden- und Marktbedürfnisse genau unter die Lupe genommen, um letztendlich die relevanten Informationen in den richtigen Formaten und Kanälen bereitstellen zu können. Aus der Analyse der Ist-Situation entstanden 38 Maßnahmen – zehn davon setzt Mapal nun priorisiert um. Nach Plan schließt die operative Realisierung der ersten Maßnahmen gemeinsam mit einem externen Partner Ende 2019 ab.

Vor deren Durchführung muss jedoch die interne Struktur stimmen, wie Enzenbach deutlich machte. Daran hat Mapal in den vergangenen Jahren ebenfalls gearbeitet: Sowohl die technischen als auch die personellen Voraussetzungen hat der Technologiekonzern für die Umsetzung der Strategie geschaffen.

Digital denken, Zielgruppe erreichen

Für die Onlinestrategie wichtig ist auch der Blick auf digitale Kommunikationsmittel. „Über den chinesischen Messengerdienst WeChat kann man sich mit seinen Freunden schreiben und digital die Restaurantrechnung bezahlen“, betonte Enzenbach. Für die als starr geltenden Unternehmen im Business-to-Businessbereich ist das nicht interessant? Und ob: Kunden beschäftigen sich laut Enzenbach bereits vor der Kaufentscheidung intensiv mit dem ausgewählten Produkt und recherchieren online umfassend nach Informationsmaterial. „Die Digital Natives sind unsere zukünftigen Kunden. Gerade deshalb müssen auch wir als Industrieunternehmen digital denken und unsere Marketingmaßnahmen dieser Zielgruppe anpassen“, legte der Marketingleiter dar. „Sie erwarten das.“

Bei aller Digitalisierung sei es jedoch wichtig, die Onlinestrategie als Ergänzung zum Außendienst zu sehen, so Enzenbach. „Denn MAPAL bewegt sich in einem Marktsegment mit stark erklärungsbedürftigen technischen Produkten.“ Um da einen kompetenten Kundenservice bieten zu können, bräuchten die Kunden weiterhin feste Ansprechpartner.

Mapal - Vortrag im Seminarraum
Mitgliederversammlung - Vorstand

OIiver Röthel zum neuen Präsidenten gewählt

 

Marketing Club Ostwürttemberg: Charlotte Helzle ist Ehrenpräsidentin

Die Mitgliederversammlung des Marketing Clubs Ostwürttemberg wählte Oliver Röthel aus Heidenheim zu ihrem neuen Präsidenten. Die seit acht Jahren amtierende Präsidentin Charlotte Helzle aus Aalen wurde zur Ehrenpräsidenten ernannt. Seit ihrer Präsidentschaft stieg die Zahl der Mitglieder von 152 auf aktuell 180. Zuvor hatten der Vertriebschef und die Marketingleiterin der Stadtwerke Gmünd, Markus Eisele und Monika Lidmila den Marketingfachleuten die Arbeit eines modernen Energieversorgers und deren aktuelle Kampagne vorgestellt.

 „Nicht wegzudenken“ lautet die seit gut einem Jahr eingesetzte Kampagne der Stadtwerke Gmünd. „Mit ihr wollen wir unseren Bestandskunden und unsere Neukunden zeigen, was wäre, wenn wir, als Energieversorger Nr. 1 in Gmünd nicht mehr da wären“, erläuterte Monika Lidmila die Kampagnenmotive. Diese sind nicht nur an den Stadteingängen, sondern an verschiedenen Sportplätzen oder auch an der Fassade der Stadtwerke Gmünd oder des Fehrle-Parkhauses am Gmünder Bahnhof zu sehen. „Die Kampagnenmotive, die wir mit der Gmünder Agentur ecomBETZ gemacht haben, lösen ein Schmunzeln aus. Das ist gewollt und das hat uns schon die ersten Preise eingebracht“, berichtete die Marketingleiterin.

Besuch in der Schaltwarte der Stadtwerke

Ihr Kollege vom Vertrieb, Markus Eisele, hatte zuvor die Mitglieder des Marketing Clubs über die vielfältigen Betätigungsfelder eines modernen Energieversorgers unterrichtet. Dabei gehe es nicht nur um die Bereitstellung von Strom, Gas oder Trinkwasser, sondern ebenso um energienahe Dienstleistungen wie das Warten von Photovoltaikanlagen oder die Anbringung von Ladeboxen für Kunden mit E-Fahrzeugen. Als einen Schwerpunkt der Stadtwerke Gmünd bezeichnete Eisele die Netze für Strom, Gas, Wasser und Telekommunikation, die die Stadtwerke für die Gmünder Bevölkerung unterhalten. Eindrucksvoll konnten sich die Marketing-Club-Mitglieder selbst ein Bild von der enormen Anzahl an Netzkilometern in der Schaltwarte der Stadtwerke Gmünd machen. Von dort aus überwachen die Stadtwerke-Mitarbeiter alle Umschalt- oder Versorgungsstationen – und das rund um die Uhr.

Ehrenpräsidentin und neuer Präsident

Vor den offiziellen Vorstandswahlen wurde nicht nur der aktuelle Vorstand entlastet, sondern die bisherige Vorsitzende des Gremiums und Präsidentin, Charlotte Helzle, zur Ehrenpräsidentin ernannt. „Wir möchten Frau Helzle für acht Jahre außerordentliches Engagement für unseren Club danken“, fasste Dr. Ursula Bilger für den gesamten Vorstand die Beweggründe für die Ehrenpräsidentschaft zusammen. Oliver Röthel, schon bislang Vorstandsmitglied, wurde anschließend einstimmig zum neuen Club-Präsidenten gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Klaus Peter Betz, Dr. Ursula Bilger, Prof. Michael Froböse, Michael Heilig und Jörg Schneider.

Mitgliederversammlung Überreichung Ehrenpräsidentenurkunde
Zukunft des gedruckten Wortes - Referent

Medienkonsum im Wandel

Podiumsdiskussion des Marketing Clubs Ostwürttemberg

„Die Zukunft des gedruckten Worts“ stand im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion, zu der der Marketing Club Ostwürttemberg in die Stadtbibliothek Heidenheim eingeladen hatte. Auf der Bühne sprachen die Medienprofis Lydia Zebisch, Klaus Peter Betz und Martin Wilhelm darüber, ob Zeitungen oder Bücher in Zeiten digitaler Medien bald ein Relikt der Vergangenheit sind. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum zeigten, wie sehr das Thema die Menschen bewegt.

Smartphones, Tablets und das schnelle Internet haben in den vergangenen Jahren zu gewaltigen Umwälzungen in der Medienbranche geführt. So ist die Gesamtauflage der Tageszeitungen in Deutschland seit dem Jahr 2000 um nahezu die Hälfte gesunken. Dem gegenüber steigt die Mediennutzung seit Jahren: Allein neun Stunden pro Tag verbrachte der Durchschnittsdeutsche im Jahr 2017 mit audiovisuellen Medien. 1980 waren es weniger als fünf Stunden – inklusive der Zeit fürs Lesen. Welche Folgen hat dieser Wandel des Medienkonsums für klassische Druckwerke wie Zeitungen, Zeitschriften oder Bücher? Drei Medienprofis sprachen in der neuen Heidenheimer Stadtbibliothek, wie ihre Arbeit von dieser digitalen Revolution beeinflusst wird: Lydia Zebisch, Leiterin der Stadtbibliothek Heidenheim, Klaus Peter Betz, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur ecomBETZ und Martin Wilhelm, Geschäftsführer der Heidenheimer Zeitung. Oliver Röthel, Vizepräsident des Marketing Clubs, leitete die Diskussion.

Eine ideale Einstimmung auf das Thema des Abends bildete die Führung durch den im November 2017 eröffneten Neubau der Stadtbibliothek Heidenheim. Als Gastgeberin erklärte Lydia Zebisch die Besonderheiten des vom Schweizer Architekten Max Dudler entworfenen 110 Meter langen Stahlbetonbaus. Auf rund 2040 Quadratmeter Nutzfläche bietet er Platz für rund 90.000 Medien. Das Foyer beherbergt verschiedene Veranstaltungsräume sowie ein Lesecafé. Daneben sind in dem Gebäude das Stadtarchiv, das Kreismedienzentrum des Landkreises Heidenheim und die Verwaltung der Heidenheimer Museen untergebracht.

Die Diskussionsteilnehmer streiften unterschiedliche Aspekte der Digitalisierung, die sich auf Arbeiten von Medienschaffenden auswirken. Wilhelm, der das Verlagshaus der Heidenheimer Zeitung in sechster Generation leitet, betonte, dass Print mittlerweile nur noch ein Nebenprodukt sei: „Wir verkaufen kein bedrucktes Papier, sondern Nachrichten“, so Wilhelm. Es gehe vor allem darum, relevante Nachrichten interessant zu erzählen und in der passenden Form anzubieten. Die Heidenheimer Zeitung sei daher auf allen medialen Kanälen erfolgreich präsent. Um die Glaubwürdigkeit der journalistischen Arbeit zu erhalten, sei Transparenz ein zentraler Faktor, ergänzte Wilhelm – beispielsweise durch die klare Kennzeichnung von Kommentaren oder die Auflistung der Quellenangaben.

Auch die Arbeit der Bibliotheken habe sich durch die Digitalisierung verändert, unterstrich Lydia Zebisch. Vor allem Jugendliche nutzten das klassische Medienangebot immer seltener. Dafür rücke das Angebot mit digitalen Medien wie Hörbücher oder E-Books stärker in den Fokus. Zukünftig seien Online-Leihangebote ein wichtiges Standbein für die Bibliotheken. Das generelle Interesse an Mediennutzung ist nach Zebisch deutlich erkennbar.

Digitale Kommunikationskanäle sind auch für Klaus Peter Betz, Geschäftsführer der Schwäbisch Gmünder Kommunikationsagentur ecomBETZ, nur eine weitere Plattform für den Transport von Informationen. Er beschäftigt sich bereits damit, wie seine Kunden Virtual oder Augmented Reality sinnvoll einsetzen können. „Die steigende Anzahl der Kanäle bedeutet, dass eine Agentur viel stärker beratend tätig sein muss, um für den Auftraggeber einen optimalen Effekt zu erzielen“, beschrieb Betz.

Mehrfach meldete sich das Publikum im Laufe des Abends zu Wort und zeigte dabei, wie sehr die digitale Medienrevolution weite Teile der Gesellschaft bewegt und teilweise verunsichert. Die Diskussionsteilnehmer wünschten sich daher eine Schulung der Medienkompetenz. Menschen müssten beispielsweise in der Lage sein, die Glaubwürdigkeit von Nachrichten beurteilen zu können.

Zukunft des gedruckten Wortes - Referent
Zukunft des gedruckten Wortes - Referent
Jahresabschluss B26

Zwischen Oldtimern und Kaffeerösterei

Marketing Club Ostwürttemberg zu Gast in Gmünder Manufaktur B26

Wer Erfolg haben will, braucht vor allem eines: den festen Glauben daran und jede Menge Begeisterung für das, was er tut. Davon ist Manfred Hommel überzeugt. Er hat nach diesem Motto mit verschiedenen Gesellschaftern auf dem Gelände der ehemaligen Pumpenfabrik Ritz in Schwäbisch Gmünd die Manufaktur B26 initiiert. Zwischen Oldtimern, Restaurant-Tischen und einer Kaffeeröstmaschine schauten sich die Mitglieder des Marketing Clubs Ostwürttemberg hier genau um.

Am Eröffnungswochenende der Manufaktur B26 im Frühjahr 2016 kamen knapp 7.000 Besucher, am folgenden Montag nicht einer. Doch Manufaktur-Initiator Manfred Hommel, der in Ulm mit der Oldtimerfabrik Classic ein ähnliches Projekt auf die Beine gestellt hat, und sein Team glaubten trotzdem an den Erfolg. Sie sollten recht behalten. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass auf dem alten Fabrikareal der Gmünder Pumpenfabrik Ritz ein Ort für Old- und Youngtimerliebhaber bzw. -besitzer entstanden ist. Zudem fühlen sich auch Menschen mit der Liebe zum Besonderen angezogen. Es gibt Einstellflächen und Glasboxen für historische Fahrzeuge, Experten für den Handel, die Pflege, Reparatur und Restaurierung automobiler Raritäten und Liebhaberfahrzeuge. Inmitten des automobilen Kults befindet sich das Restaurant Ritz. Wer möchte, kann etwa Kaffeespezialitäten aus der eigenen Kaffeerösterei genießen. Auch Veranstaltungen, Firmenevents und Tagungen finden statt. „Hier kommen Tradition und moderner Lifestyle zusammen. Im Mittelpunkt steht oberste Qualität, ob die unserer Speisen, des Kaffees oder auch die der Angebote rund ums Auto“, betonte Manfred Hommel, als er die Mitglieder des Marketing Clubs Ostwürttemberg durch die ehemalige Pumpenfabrik führte.

Eigene Dachmarke kreiert

Der Erfolg der Manufaktur liege laut Hommel neben dem festen Glauben daran auch am Marketing-Konzept. Jegliche Angebote sind der Bedeutung des Begriffs „Manufaktur“ untergeordnet: So viel wie möglich wird von Hand gemacht. Dies gilt für Autoreparaturen genauso wie für das Kaffeerösten und die Marmeladen. Viele Küchenzutaten stammen aus regionalem Anbau. Der Zusatz „B26“ leitet sich aus der Lage des Fabrikgeländes ab: Becherlehenstraße 26. „Wir haben lange überlegt, welchen Namen wir uns geben. Irgendwann entstand die Bezeichnung Manufaktur B26, die gleichzeitig als Dachmarke fungiert“, erklärte Hommel, der selbst leidenschaftlicher Oldtimer-Fan ist und somit über ein ausgezeichnetes Netzwerk in der Szene verfügt. Auch das bringt Gäste.

Strategie mit Weitblick

 Für Charlotte Helzle, Präsidentin des Marketing Clubs Ostwürttemberg, zeigt die Manufaktur, wie sich mit durchdachter Marketing-Strategie ein klares, langfristig ausgerichtetes Profil entwickeln lässt. Denn eine gute Strategie habe immer etwas mit Weitblick zu tun.

Genau dieser Weitblick zeichnet auch den Marketing Club aus: In der nächsten Mitgliederversammlung im April 2018 wird Helzle ihr Amt an ihren Nachfolger Oliver Röthel abgeben. „Es ist an der Zeit, Platz für die jüngere Generation zu machen. Lieber jetzt als zu spät“, sagte sie und verwies auf das Programm des Clubs im nächsten Jahr. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird er wieder Einblicke in Unternehmen der Region und ihre Marketingstrategien geben, einen Kongress und Seminare veranstalten – und somit jede Menge Möglichkeiten bieten, Neues zu lernen, sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen.

Jahresabschluss B26 Gruppe Ausstellung
Jahresabschluss B26 Gruppe Ausstellung
Jahresabschluss B26 U. Bilger Ausstellung
MC bei ADK Modulbau

Neue Headline

Diskussionsrunde des Marketing Clubs Ostwürttemberg

Weihnachten rückt näher und somit auch die Suche nach passenden Geschenken für die Liebsten. Dem Verbraucher ist es selbst überlassen, ob er diese online oder während eines Stadtbummels im Einzelhandel kauft. Doch bleibt das auch in Zukunft so? Darüber diskutierte der Marketing Club Ostwürttemberg am Montag, den 6. November, im Kasino der Heidenheimer Volksbank. Eine Kombination aus online und stationärem Einzelhandel soll den Verbraucher langfristig zufriedenstellen. Zu diesem Schluss kamen die Mitglieder des Marketing Clubs bei der Diskussionsrunde mit dem Titel „Regional trifft digital“ unter der Leitung von Vizepräsident Oliver Röthel.

Laut Statista belief sich der Umsatz des Online-Handels in Deutschland im Jahr 2015 auf mehr als 50 Milliarden Euro. Mittlerweile setzt auch die ältere Generation aufgrund der großen Auswahl an Produkten und schnellen Lieferung auf den Online-Versandhandel. Die Tatsache, jeden Tag rund um die Uhr im Internet einkaufen zu können, setze die Geschäfte unter Druck, wie Heinrich Riethmüller, Geschäftsführer der Osiander Buchhandlungen und ausgewiesener Branchenexperte, verrät. „Wir können nicht verlangen, dass unsere Kunden aus reiner Sympathie und Tradition zu uns in den Laden kommen. Die Abläufe müssen reibungslos funktionieren und die Verkäufer gut geschult sein“, sagt Riethmüller. Sowohl der Online- als auch der stationäre Einzelhandel müssten sich schneller und besser an die Ansprüche der Verbraucher anpassen. Von logistischen Problemen an den Packstationen bis zum persönlicheren Online-Service gebe es überall Optimierungsbedarf, meint Florian Bader, Geschäftsführer des Ellwanger E-Commerce-Dienstleisters Clickconcepts.

Online-Beratung als Chance für den Fachkräftemangel

Das virtuelle Sprechzimmer: Was sich heute noch wie ein Zukunftsszenario anhört ist laut René Halle, Leiter Zentrales Marketing von Hartmann Deutschland, nützlich, notwendig und bereits in Teilen umgesetzt. Online-Sprechstunden bei Ärzten und Live-Beratung durch medizinisches Fachpersonal seien angesichts des Fachkräftemangels besonders in ländlichen Gebieten eine Chance, bieten sie doch eine Orts- und Zeitunabhängigkeit. Die persönliche Zuwendung des Arztes können sie aber nie ersetzen. Die richtige Beratungsform sei definitiv eine Frage des Produkts, Zeitpunkts und des Ortes, aber insbesondere des Kundenwunsches, erklärt Halle.

Zusammenspiel aus Online- und Einzelhandel als langfristige Lösung

„Natürlich ist Onlinebanking profitabler als eine Geschäftsstelle oder ein Bankautomat. Das ändert aber nichts daran, dass wir uns den Bedürfnissen aller Kunden anpassen wollen“, sagt Jürgen Pröbstle, Marketingleiter der Heidenheimer Volksbank. Deswegen werden seiner Meinung nach auch weiterhin Bankfilialen und Automaten neben dem Onlinebanking bestehen bleiben. Es sei eben nicht möglich, sich nur auf die Nutzer moderner Medien zu konzentrieren, meint Pröbstle.

Am Beispiel einer Münchner Apotheke sieht man, dass sich verschiedene Verkaufsstrategien gut verbinden lassen. Die im Internet bestellten Medikamente werden innerhalb von zwei Stunden aus der Apotheke zu den Kunden nach Hause geliefert. Pröbstle: „Online- und Einzelhandel sollten sich gegenseitig ergänzen und eine Symbiose schaffen.“

MC bei HDH-Voba

Ich bin ein Textblock.

MC bei WWG Autowelt © Mario Klaiber

Ich bin ein Textblock.

MC bei ADK Modulbau

Häuser aus riesigen Bausteinen

Marketing-Club Ostwürttemberg zu Gast bei ADK Modulbau

Beschussfest muss sie sein und äußerst stabil, die Deutsche Botschaft in Kabul. Wer denkt, dass Gebäude ist Stein auf Stein gebaut ist, täuscht sich. Es besteht aus zahlreichen Modulen. Konzipiert und gefertigt wurden diese von ADK Modulbau in Neresheim. Auf zwei Produktionsstraßen entstehen hier Gebäudemodule und der komplette Rohbau für Bauten weltweit. Die Mitglieder des Marketing-Clubs Ostwürttemberg schauten sich bei ADK genauer um.

Beim Transport nach Kabul passierte es. Als der LKW über einen steilen Pass holperte, rutschte eines der Bau-Module für die Deutsche Botschaft von der Ladefläche. „Der Schreck war groß. Doch zum Glück sind unsere Module äußerst stabil“, erzählte Rainer Jordan, Vertriebs- und Projektmanager von ADK Modulbau in Neresheim den Mitgliedern des Marketing-Clubs. Seit 13 Jahren gibt es das weltweit agierende Unternehmen, das sich auf Hybrid-Modulbau spezialisiert hat – nach eigenen Aussagen die Königsdisziplin des Fertigbaus in Rekordzeit. Der Hybrid-Modulbau unterscheide sich laut Robert Kohler, einer der ADK-Gründer und -Inhaber, durch die enorme Bauqualität von einfachen Containerbauten. Und vom Massivhaus. Kohler: „Beim Massivbau wird erst das Gebäude und dann jeder Raum fertiggestellt. Beim Modulbau werden zuerst die Räume und dann das Gebäude gebaut – in der Hälfte der Zeit.“

Rohbau steht im Werk

Die Planung der Gebäude ist individuell und je nach Kundenwunsch- und Richtlinienvorgaben möglich. Für die Modul-Produktion stehen zwei Fertigungsstraßen im Werk in Neresheim zur Verfügung. Auch der gesamte Rohbau erfolgt hier. Bevor die Module auf die Baustelle kommen, sind bereits 90 Prozent aller Arbeiten an bzw. in ihnen erledigt. Hierzu gehört die Installation der Belüftung, der Sanitäranlagen und der Fassade inklusive Dämmung. Auch Möbel und benötigte Geräte, etwas für Krankenhäuser, werden berücksichtigt. „Im Werk sind wir vom Wetter unabhängig und können auch im Winter arbeiten. Das ist ein enormer Vorteil gegenüber dem Bau vor Ort“, so Rainer Jordan.

Transportiert werden die fertigen Module je nach Bestimmungsort per LKW zum nächsten Hafen. Von dort aus geht es mit dem Schiff weiter. Bis nach Russland, China und Äthiopien kommen die Modulbauten auf diesem Weg und werden vor Ort zusammengebaut.

Mehr als die Hälfte des Umsatzes wird mit Kranken- und Ärztehäusern gemacht. So hat ADK unter anderem das City Hospital in Nottingham hergestellt. Das größte bisher realisierte Projekt ist das Fachkrankenhaus für Neurologie in Novosibirsk. Dieses besteht aus 360 Modulen. Aber auch für zahlreiche andere Branchen werden Gebäude erstellt. Das größte Modul mit 6 x 6 x 23 Metern entstand für den Sparkassen-Business-Club an der Voith-Arena in Heidenheim.

MC bei ADK Modulbau
MC bei ADK Modulbau
MC bei ADK Modulbau
WWK

Digitalisierung als Chance für Händler vor Ort

Jahresauftakt des Marketing-Clubs in der Gmünder WWG Autowelt

Fast jeder recherchiert im Internet, wenn er sich ein neues Auto kaufen möchte, sagen Statistiken – und sagt Thomas Müller von Audi Deutschland. Beim Jahresauftakt des Marketing-Clubs Ostwürttemberg zeigte er, welche Rolle eine immer vernetztere Welt für die Kundengewinnung und somit für Audi-Autohäuser und den Premiumhersteller selbst spielt. Passender Veranstaltungsort war die WWG Autowelt in Schwäbisch Gmünd.

Vorbei sind die Zeiten, in denen ausschließlich der Autohändler vor Ort den Kunden vom Fahrzeugkauf überzeugte. „Der Hersteller ist ebenso gefragt. Die Vertriebsstruktur hat sich im Zeitalter der Digitalisierung enorm gewandelt. Wir müssen einen bestmöglichen Marketing-Mix aus Online- und Offlinemaßnahmen und Erlebnisse bieten“, erklärte Thomas Müller, Leiter des digitalen Marketings bei Audi Deutschland, in der Gmünder WWG Autowelt. Hier veranstaltete der Marketing-Club Ostwürttemberg seinen Jahresauftakt.

Maßgeschneiderter Marketing-Mix

Der größte Schatz in einer vernetzten Welt liegt Müller zufolge in personenbezogenen Daten und deren Auswertung. Dadurch könne jedem potenziellen Kunden genau das angeboten werden, was zu ihm passt. Und so lassen sich Marketing-Kampagnen gezielt steuern. Speziell auf Suchanfragen generierte Anzeigen, Internet-Banner und Social-Media-Auftritte sind Maßnahmen, mit denen Audi Kunden generieren und binden will. Wer kürzlich etwa nach dem im Herbst auf den Markt kommenden Audi Q2 bei Google suchte, erhielt als erstes Sucherergebnis eine Anzeige mit der Aufforderung „Der neue Audi Q2 – Jetzt konfigurieren“. Bei erneuter Suche kam das Angebot, sich bereits jetzt für eine Probefahrt anzumelden. Beim dritten Mal folgte der Hinweis auf das nächstgelegene Autohaus. „Beispielsweise durch diese mehrstufigen Anzeigen wollen wir unsere Interessenten in die Audi-Autohäuser holen“, so der Marketing-Experte.

Der stationäre Handel spielt laut Müller weiterhin eine entscheidende Rolle und bleibt ein zentraler Vertriebskanal. Mehr als die Hälfte der Kunden möchte auf die persönliche Beratung nicht verzichten, Tendenz steigernd. Autohäuser haben in Müllers Augen jedoch nur dann eine Chance, wenn sie Teil der vernetzten Welt werden. Dazu müssen sie die Daten nutzen, die durch die Digitalisierung zur Verfügung stehen. Audi geht soweit und spricht von einem gemeinschaftlichen digitalen Ökosystem, dem angestrebten myAudi-Portal. Hier registrieren sich Kunden, erhalten eine eigene ID-Nummer und sämtliche digitalen Serviceangebote. Der Händler und Hersteller kann anhand der ID seine Angebote auf die Kunden maßschneidern. Denn die Daten hinter der Nummer verraten, welche Vorlieben und Interessen der Kunde hat.

Vernetztes Autohaus als Erlebniswelt

Das zukunftsfähige Autohaus weiß, nach welchen Auto-Modellen in seiner Region verstärkt im Internet gesucht wird und stellt sich darauf ein. Zudem ist es ein Erlebnisort und lässt in seinen Service digitale Elemente einfließen. Mittels interaktiven Fahrzeugkonfiguratoren kann vor Ort das Wunschauto zusammengestellt werden. Wer dies online daheim bereits selbst gemacht hat, kann seine Konfiguration mit dem speziellen Audi-Code einfach wieder aufrufen und mit dem Händler besprechen. Durch 360-Grad-Darstellungen und Animationen lassen sich die Autoausstattungen am Bildschirm zeigen. Hierzu gibt es etwa in der WWG einen eigenen Bereich, die Customer Private Lounge. Diese entstand im Zuge des kürzlich fertiggestellten Umbaus, bei dem der gesamte Verkaufs- und Ausstellungsbereich neu gestaltet wurde. „Wir gehen mit der Zeit und schaffen immer wieder neue Anreize für Kunden. So bleiben wir als Partner und Arbeitgeber attraktiv“, betonte Jürgen Eberle, Verkaufsleiter der WWG in Schwäbisch Gmünd.

Mit der Zeit gehen – das ist auch die Philosophie des Marketing-Clubs. „Die Welt ist im Wandel und somit das Marketing, wie wir bei Audi sehen“, sagte Club-Präsidentin Charlotte Helzle. Wichtig ist, das Potenzial in diesem Wandel zu erkennen, dieses zu nutzen und sich immer wieder darüber auszutauschen. Diesen Austausch fördert der Marketing-Club durch seine regelmäßigen Veranstaltungen. Die nächste ist am 22. März 2017 in Neresheim bei ADK Modulbau geplant.

MC bei WWG Autowelt © Mario Klaiber
MC bei WWG Autowelt © Mario Klaiber
MC bei WWG Autowelt © Mario Klaiber