Die Welt der Kelten- Teilnehmer an Tischen

Keltenberg als Marketingmagnet

Sommerevent des Marketing Clubs Ostwürttemberg auf dem Ipf

Sie waren als Krieger, Kunsthandwerker und Kaufleute vor etwa 2.500 Jahren auf dem Ipf sowie ringsherum angesiedelt – die Kelten. Noch heute faszinieren sie durch ihre Hochkultur. Mittlerweile gibt es am Fuße des Hausberges der Bopfinger sogar ein Keltenhaus, das nach historischem Vorbild errichtet ist. Dieses diente den Mitgliedern des Marketing Clubs Ostwürttemberg als passender Startpunkt für ihr Sommerevent, bei dem sie mit Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler auf den Spuren der Kelten wanderten. Dabei erfuhren sie auch gleich noch, wie sich die Stadt zukunftsfähig vermarktet.

Schon zu Keltenzeiten befand sich dort, wo heute die Bundesstraße 29 an Bopfingen am Ipf vorbeiführt, eine begehrte Handelsroute. Wein, Öl und Stoffe waren beliebte Waren und kamen etwa aus Italien, Griechenland oder Schottland. Die Kelten verhütteten Eisenerz, das sie unter anderem im nahegelegenen Wasseralfingen abbauten. Dieses machte sich über die Handelsroute auf in die verschiedenen Länder. Mindestens 1.000 Kelten sollen ungefähr vom achten bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus rings um den Ipf und auf ihm gelebt haben. Funde aus Ausgrabungen deuten darauf hin, dass sich hier ein frühkeltisches Fürstengeschlecht angesiedelt hatte. „Es wurden Reste einer Mauer gefunden, die den kompletten Ipf umgab. Daher ist anzunehmen, dass der Berg als Rückzugsort bei feindlichen Angriffen diente“, erklärte Dr. Gunter Bühler, das keltenbegeisterte Stadtoberhaupt von Bopfingen, den Mitgliedern des Marketing Clubs Ostwürttemberg. Diese zog es für ihr Sommerevent an und auf den Ipf.

Standortvorteil B29

Dass sich der Ipf mit seiner Keltengeschichte als eines der markantesten Markenzeichen von Bopfingen etabliert hat, ist für Bürgermeister Dr. Bühler ein hohes Gut. Um sich als Stadt zukunftsfähig aufzustellen, Unternehmen und Bürger zu halten beziehungsweise anzuziehen, brauche es eine attraktive Umgebung – und das passende Marketing. „Wir organisieren zahlreiche Veranstaltungen, die Bopfingen und den Ipf immer wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken. So sollen möglichst viele Menschen sehen, dass es sich lohnt, hier zu leben und zu arbeiten“, gab Dr. Bühler Einblick in die Marketing-Strategie der Stadt. Hierzu gehören die alljährliche Ipf-Messe, auf der sich Gewerbetreibende präsentieren und die gleichzeitig Jahrmarkt ist. Bis zu 400.000 Menschen zieht sie an. Ebenso renommiert ist ein Symposium, auf dem sich Experten und weitere Interessierte zu neuesten Erkenntnissen über Kelten austauschen. Auch die Anbindung Bopfingens an die B29 sei ein wichtiger Standortvorteil.

Dass bereits die Kelten diese Region rings um den Ipf liebten, steht für Dr. Bühler außer Frage. Angekommen auf dem Plateau des Ipfs genoss er mit den Marketing-Club-Mitgliedern die Aussicht auf Bopfingen und das westliche Ries.

Begabte Kunsthandwerker und Händler

Darsteller des Fördervereins Keltischer Fürstensitz Ipf zeigten in Keltengewändern, wie die Kelten am 668 Meter hohen Ipf gelebt haben müssen. Dazu präsentierten sie Werkzeuge aus der damaligen Zeit, etwa Messer und Beile aus Eisen oder Stein. Auch das neu errichtete Keltenhaus am Fuße des Ipfs wurde besichtigt. Vermutlich wohnten die Menschen in solchen Häusern auf zwei Etagen: unten war Platz für die Tiere, oben zum Schlafen und Lagern der Vorräte, wie Getreide und geräuchertes Fleisch. „Die Kelten gelten als kampfeslustig und tapfer. Doch sie waren auch begabte Kunsthandwerker und Händler, das ist mir heute klargeworden“, betonte Klaus Peter Betz, Mitglied des Marketing-Club-Vorstands. Organisiert hatte das Sommerevent Marlis Obrock aus dem Beirat des Marketing Clubs, die in Bopfingen wohnt.

 

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